Aufstellungs-Arbeit

Über die Aufstellungsarbeit

Aufstellungen sind eine wirkungsvolle Methode in der Beratung und Begleitung von Menschen. Sie begleiten mich bereits mehr als 20 Jahre meines Lebens. Immer wieder bin ich dankbar, dass ich diese Methode von unterschiedlichen Lehrer*innen (kennen)lernen konnte. Dynamische Prozesse und tiefe Einblicke, die sich in Aufstellungen zeigen, eröffnen meinen Klient*innen stets wichtige Erkenntnisse, neue Perspektiven und Lösungsansätze. 

Erkenntnisse durch Sichtbarmachen und Verkörpern

Indem wir Situationen verkörpern, sichtbar und hörbar machen und gemeinsam an Lösungsbildern arbeiten, entstehen neue Ordnungen und Klarheit, und es können neue Perspektiven und potenzielle Veränderungsschritte wahrgenommen werden. So eröffnen sich für meine Klient*innen wichtige Erkenntnisse und Lösungsansätze, die ihnen bis jetzt verborgen waren.

Neue Ordnungen – neue Möglichkeiten

Durch die intensive, lösungs- und ressourcen-orientierte Arbeit ermöglichen wir eine veränderte Begegnung mit dem eigenen System und eröffnen damit ein Feld neuer Möglichkeiten im Leben. 

Achtsamkeit und Respekt als Grundlage

Eine wertschätzende und achtsame Haltung bei der Begleitung der Prozesse ist die Basis dieser Arbeit. Nur so ist es möglich, dass wir Menschen in großem Respekt vor ihrem Leben begleiten und es ihnen dadurch möglich machen, vertrauensvoll und selbstbestimmt ihre eigenen Lösungen zu finden und umzusetzen.

Fragen zur Aufstellungsarbeit

Ich möchte hier kurz auf die häufigsten Fragen zum Thema Aufstellungsarbeit eingehen. 

Systemische Aufstellungsarbeit ist eine wirksame Methode, mit der Beziehungen, Dynamiken und verborgene Muster in Systemen sichtbar gemacht werden – zum Beispiel in Familien, Partnerschaften oder Organisationen.

  • Es kann auch das innere System des/r Klient*in thematisiert und aufgestellt werden.
  • Eine Aufstellung ermöglicht, unbewusste Verstrickungen und wiederkehrende Konflikte zu erkennen und neue Lösungswege zu finden.
  • Durch räumliches Aufstellen bzw. Verkörpern von Personen, Themen, Symptomen, persönlichen Anteilen oder Zielen werden innere Bilder sichtbar und können sich in Richtung einer Verbesserung oder Lösung verändern.
  • Eine Aufstellung hilft, komplexe Zusammenhänge intuitiv zu erfassen, die im Gespräch allein oft schwer zugänglich sind. 
  • Durch den Zugang zum unbewussten Wissen eröffnen sich neue Perspektiven und Handlungsoptionen.

Aufstellungen sind vielseitig einsetzbar. Ich biete sie in folgenden Kontexten an:

  • in der Einzelarbeit bzw. in der Psychosozialen Beratung und Begleitung
  • im Coaching und in der Supervision
  • in fixen Aufstellungs- und Supervisionsjahresgruppen
  • in Einzelseminaren zu unterschiedlichen Themen
  • in systemischen Lehrgängen
  • und speziell im Lehrgang ‚Ausbildung zur Aufstellungs-Begleitung‘

Hier finden sich einige Beispiele, wann dies sinnvoll und gewinnbringend sein kann.

Es gibt Situationen und Phasen im Leben, in denen 

  • wir sehr gefordert sind und nicht wissen, wie die nächsten Schritte aussehen könnten
  • wir uns zu einem bestimmten Thema gedanklich ‚im Kreis drehen‘
  • wir wenig Energie und Zugang zu unseren Ressourcen haben
  • wir in einer privaten oder beruflichen Beziehung herausgefordert sind und nicht weiterwissen
  • uns ein innerer Konflikt beschäftigt und wir auf der Suche nach einer Lösung sind
  • wir eine Entscheidung treffen wollen / müssen und diese nicht treffen können
  • wir in einem Veränderungsprozess stehen und uns unklar fühlen, wie es weitergehen soll
  • uns Glaubenssätze begleiten oder blockieren, die wir hinterfragen wollen
  • wir uns in unserem Beruf nicht wohlfühlen bzw. etwas verändern möchten
  • wir uns körperlich nicht wohl fühlen und für uns klären wollen, welche psychischen Aspekte mitverantwortlich sein könnten
  • wir mit einem Thema konfrontiert sind, von dem wir annehmen, dass es etwas mit unserer Kindheit bzw. unserer Familie zu tun hat
  • wir in unserem Leben immer wieder in dieselbe ‚Falle tappen‘ und nicht wissen, weshalb
  • wir nicht motiviert sind bzw. unsere Ziele aus den Augen verloren haben
  • wir uns auf Grund bestimmter Umstände sehr belastet fühlen und einen Weg finden wollen, damit umzugehen

Der Ablauf einer Aufstellung kann je nach Anliegen und Setting variieren, einzelne Elemente sind aber fixer Bestandteil.

  • Vorgespräch: Zunächst wird gemeinsam das Anliegen geklärt und das Ziel der Aufstellung besprochen.
  • Anschließend werden Repräsentant*innen oder Bodenanker im Raum positioniert bzw. Figuren am Systembrett aufgestellt.
  • Alle Positionen des Systems werden befragt bzw. kommen ‚zu Wort‘. Durch genaues Zuhören, einfühlsame Wahrnehmung, Bewegung und Austausch entstehen neue Perspektiven auf das Thema.
  • Die Begleiterin bleibt stets im Kontakt mit dem/der Klient*in.
  • Am Ende werden mögliche Lösungen oder stimmige nächste Schritte integriert.
  • Nachgespräch: Klient*in beschreibt, was die Aufstellung in ihr bewirkt hat, Wichtiges wird zusammengefasst und nächste Schritte werden besprochen.

Kurz gesagt: Nein.

  • In Gruppenaufstellungen übernehmen andere Teilnehmer*innen die Rolle von anderen Personen / Anteilen oder Themen.
  • In Einzelaufstellungen können Figuren, Bodenanker oder andere Symbole verwendet werden.
  • Die Methode funktioniert auch ohne physische Anwesenheit der realen Personen.

Das ist individuell sehr unterschiedlich und kann nicht generell beantwortet werden.

  • Manche Anliegen klären sich bereits durch eine einzelne Aufstellung.
  • Bei komplexeren Themen kann ein Prozess mit mehreren Sitzungen sinnvoll sein.
  • Wichtig sind das individuelle Tempo und die Integration der Erfahrungen in den Alltag. Deshalb ist der Abstand zwischen Aufstellungen auch mitentscheidend und von Fall zu Fall unterschiedlich.

Aufstellungs- und Supervisionsgruppen

Aktuell begleite ich 3 regelmäßig stattfindende fixe Aufstellungs- bzw. Supervisionsgruppen. Ein wesentlicher Faktor dabei ist das wertschätzende, respektvolle und vertraute Miteinander. Die Gruppen bestehen alle schon etliche Jahre, es werden sehr offen verschiedenste Themen an- und ausgesprochen. 

Wichtig sind der ehrliche und persönliche Austausch, die Bereitschaft, von und miteinander zu lernen und das Interesse daran, das Leben miteinander zu teilen. 

Aktuell sind die Gruppen bis Ende Juni voll, es kommt aber immer wieder vor, dass über den Sommer der eine oder andere Platz frei wird.

Folgende Elemente sind in den Gruppen wichtig:
  • Ankommensrunde nach dem dialogischen Prinzip. Jede*r erzählt, was gerade wichtig ist, was berührt, bewegt, herausfordert, …
  • Je nachdem, was in der Situation passt: Kleine Interventionen von mir und Impulse von der Gruppe
  • Klären von Fragen zum beruflichen Kontext oder zu privaten Themen
  • Systemische Aufstellungen mit Repräsentant*innen aus der Gruppe  
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